Bei der Initiative KeinerBleibtAllein aus Mannheim, wurde bedingt durch die Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen, eine vierfach so hohe Nachfrage nach Gesellschaft gemeldet als in der bisherigen Geschichte des Projekts. Aus allen Teilen des deutschsprachigen Raums, melden sich vermehrt Menschen, die zuvor sozial und kulturell gesellschaftlich gut verankert waren. Christian Fein, Initiator des Projekts, dazu: „Der Wegfall jeglicher öffentlicher Räume und Begegnungsstätten wie bspw. Restaurants, Cafés, Theater oder Konzerte, hat offensichtlich dazu geführt, dass sich 2020 weitaus mehr Menschen als Teilnehmer bei #KeinerBleibtAllein per Nachricht melden und Gesellschaft suchen, als in den Jahren zuvor. Dagegen gibt es jetzt, aus einer nachvollziehbaren, Scheu heraus weniger Menschen die Gesellschaft bieten möchten. Darum haben wir dieses Jahr die digitalen Treffen eingeführt. Mit Ihnen können sich Menschen aus dem gleichen Ort via Webcam durch bspw. Skype oder Zoom begegnen. Vielen Teilnehmenden ist es wichtig, einen lokalen Kontakt zu erhalten. Wir denken dies hängt damit zusammen, dass die Menschen gerne die Option hätten, in mittelfristiger Zukunft, „wenn Corona vorbei ist“ sich persönlich treffen zu können.“.
Zugang zu KeinerBleibtAllein über das Smartphone
Das jetzt in Mannheim ansässige Projekt KeinerBleibtAllein entstand im Jahr 2016 in Worms und vermittelt über soziale Medien Gesellschaft an Menschen, die von sich selbst sagen, sie seien von Einsamkeit betroffen. Gastgeber können sich, ebenso wie Suchende, via Nachricht über Facebook, Twitter oder Instagram melden und sobald jemand im gleichen Ort gefunden wurde, werden die beiden Kontakte einander vorgestellt. Insgesamt gab es bis November dieses Jahres über 120.000 Teilnahmen.

Weitere Informationen gibt es auf Facebook, Twitter oder Instagram unter „KeinerBleibtAllein“.